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<title>Geldschöpfung</title>
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<p>Als <b>Geldschöpfung</b> wird in der <a href="Bankbetriebslehre" title="Bankbetriebslehre">Bankbetriebslehre</a> und <a href="Volkswirtschaftslehre" title="Volkswirtschaftslehre">Volkswirtschaftslehre</a> die Schaffung neuen <a href="Geld" title="Geld">Geldes</a> bezeichnet. <a href="Buchgeld" title="Buchgeld">Buch- oder Giralgeld</a> wird von <a href="Private_Bank" title="Private Bank">privaten</a>, <a href="Genossenschaftsbank" title="Genossenschaftsbank">genossenschaftlichen</a> oder <a href="%C3%96ffentlich-rechtliches_Kreditinstitut" title="Öffentlich-rechtliches Kreditinstitut">öffentlich-rechtlichen</a> <a href="Gesch%C3%A4ftsbank" class="mw-redirect" title="Geschäftsbank">Geschäftsbanken</a> für deren <a href="Kunde" title="Kunde">Kunden</a> bei der <a href="Kredit" title="Kredit">Kreditvergabe</a> oder beim Ankauf von <a href="Verm%C3%B6genswert" class="mw-redirect" title="Vermögenswert">Vermögenswerten</a> erzeugt. <a href="Bargeld" title="Bargeld">Bargeld</a> wird hingegen als Teil der <a href="Geldbasis" class="mw-redirect" title="Geldbasis">Geldbasis</a> (auch <a href="Zentralbankgeld" class="mw-redirect" title="Zentralbankgeld">Zentralbankgeld</a> genannt) von einer <a href="Zentralbank" title="Zentralbank">Zentralbank</a> zunächst für die Geschäftsbanken in ähnlichen Vorgängen geschaffen. Bargeld gelangt nur in öffentlichen Umlauf, wenn vorhandenes Buchgeld von Kunden einer Geschäftsbank am <a href="Bankschalter" class="mw-redirect" title="Bankschalter">Bankschalter</a> oder <a href="Geldautomat" title="Geldautomat">Geldautomaten</a> in Bargeld umgetauscht wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Allgemeines">Allgemeines</h2></div>
<p>Giralgeld stellt eine <a href="Verbindlichkeit" title="Verbindlichkeit">Verbindlichkeit</a> einer Geschäftsbank dar, Bargeld eine Verbindlichkeit der Zentralbank. Ein <a href="Zahlung" title="Zahlung">Zahlungsvorgang</a> zwischen Bankkunden ist im Falle von Bargeld eine Übergabe, im Falle von Giralgeld eine <a href="Verrechnung" title="Verrechnung">Verrechnung</a> solcher Verbindlichkeiten zwischen den Kunden, den beteiligten Banken und der Zentralbank. Bezahlt dagegen eine Bank einen Kunden, wird Geld als deren Verbindlichkeit erzeugt; der gegenteilige Vorgang vernichtet es.
</p><p>Die Buchgeldschöpfung geht der Schöpfung von Zentralbankgeld voraus. Die <a href="Geldmenge" title="Geldmenge">Buchgeldmenge</a> (M3) übersteigt in Europa die Zentralbankgeldmenge (M0) im Umfeld einer normalen Geldpolitik ca. um das Zehnfache. Während einer Phase unkonventioneller Geldpolitik mit <a href="Quantitative_Lockerung" title="Quantitative Lockerung">quantitativer Lockerung</a> kann der Wert der Geldbasis aber auch auf über ein Drittel des Wertes der Buchgeldmenge ansteigen.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schaffung_der_Geldbasis_durch_die_Zentralbank">Schaffung der Geldbasis durch die Zentralbank</h2></div>
<p>Geschäftsbanken unterhalten – im Gegensatz zu anderen Unternehmen und Privathaushalten – <a href="Konto" title="Konto">Konten</a> bei der Zentralbank. Sie benutzen die Guthaben auf diesen Konten, um Zahlungen untereinander zu tätigen. Ferner können die Guthaben auf diesen Konten von den Geschäftsbanken jederzeit in Bargeld (<a href="Banknote" title="Banknote">Banknoten</a> oder <a href="M%C3%BCnze" title="Münze">Münzen</a>) umgetauscht werden, falls ihre Kunden oder sie selbst Bargeld benötigen. Die Guthaben der Geschäftsbanken bei der Zentralbank zusammen mit dem Bargeld bilden die Geldbasis, auch Zentralbankgeld oder Reserven genannt.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Zentralbank kann Zentralbankgeld schaffen, indem sie Kredite zum jeweils gültigen <a href="Leitzins" title="Leitzins">Leitzins</a> und gegen die Bereitstellung entsprechender <a href="Sicherheiten" class="mw-redirect" title="Sicherheiten">Sicherheiten</a> an Geschäftsbanken vergibt. Auch kann sie im Rahmen ihrer <a href="Offenmarktpolitik" title="Offenmarktpolitik">Offenmarktpolitik</a> <a href="Wertpapier" title="Wertpapier">Wertpapiere</a> oder andere <a href="Aktiva" title="Aktiva">Aktiva</a> erwerben und im Gegenzug Guthaben gewähren. In beiden Fällen erhalten Geschäftsbanken Zentralbankgeld auf ihre Konten bei der Zentralbank gutgeschrieben.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zahlen Geschäftsbanken ihre Kredite bei der Zentralbank zurück oder verkaufen Zentralbanken zuvor erworbene Wertpapiere, wird Zentralbankgeld vernichtet. Man kann sich Zentralbankgeld als Forderung gegen die Zentralbank vorstellen, die verschwindet, sobald sie zu ihr zurückkehrt. Die Geldbasis wird auf der Passivseite der <a href="Zentralbankbilanz" title="Zentralbankbilanz">Zentralbankbilanz</a> verbucht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Verwendung_der_Geldbasis">Verwendung der Geldbasis</h3></div>
<p>Sobald Geschäftsbanken wie weiter unten beschrieben Buchgeld schaffen, haben sie aus verschiedenen Gründen Bedarf an Zentralbankgeld:
</p>
<ul><li>Sie müssen zurzeit 1 % des erzeugten Buchgeldes als <a href="Mindestreserve" title="Mindestreserve">Mindestreserve</a> bei der <a href="Europ%C3%A4ische_Zentralbank" title="Europäische Zentralbank">Europäischen Zentralbank</a> als Guthaben halten.</li>
<li>Ihre Kunden können ihr Buchgeld jederzeit in Bargeld tauschen, somit muss die Geschäftsbank zunächst ihrerseits vorhandene Zentralbankguthaben in Bargeld tauschen, um dem Wunsch ihrer Kunden nachkommen zu können. Dies geschieht zurzeit mit ca. 10 % des Buchgeldes (<a href="Geldmenge" title="Geldmenge">Geldmenge</a> M3 im <a href="Eurosystem" title="Eurosystem">Eurosystem</a>).<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="%C3%9Cberweisung_(Zahlungsverkehr)" title="Überweisung (Zahlungsverkehr)">Überweist</a> ein Kunde sein Buchgeld auf ein Buchgeldkonto bei einer anderen Bank, verlangt die Geschäftsbank des empfangenden Kunden Zentralbankgeld als Gegenleistung (<a href="Settlement_(Finanzwesen)" title="Settlement (Finanzwesen)">Settlement</a>) von der Bank des sendenden Kunden, sofern sie ihr keinen <a href="Interbankenhandel" title="Interbankenhandel">Interbankenkredit</a> gewährt. Da sich Transaktionen zwischen Banken aber oft z. B. durch Überweisungen in Gegenrichtung am Ende des Tages aufheben (<a href="Clearing" title="Clearing">Clearing</a>) und für den verbleibenden <a href="Saldo" title="Saldo">Saldo</a> in der Tat Interbankenkredite zum Einsatz kommen, ist der Bedarf an Zentralbankgeld für diesen Zweck eher gering. Verhalten sich alle Geschäftsbanken und deren Kunden ähnlich, spricht man von <i>Kreditgewährung im Gleichschritt</i>. Im Extremfall entstehen dann gar keine Interbankensalden.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Steuerung_der_Geldbasis">Steuerung der Geldbasis</h3></div>
<p>In Zeiten konventioneller Geldpolitik beeinflusst die Zentralbank die Geldbasis indirekt, indem sie die Leitzinsen, welche Geschäftsbanken auf ihr Guthaben bzw. ihre Kredite bei der Zentralbank erhalten bzw. zahlen, hebt oder senkt. Sie befriedigt dann in der Regel den gesamten Bedarf nach Zentralbankgeld zu den gesetzten Bedingungen.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In Zeiten wirtschaftlicher Krise kann jedoch auch erheblich mehr Zentralbankgeld in Umlauf sein als durch die genannten Gründe bedingt, falls die Zentralbank dies für ihre <a href="Geldpolitik" title="Geldpolitik">geldpolitischen</a> Ziele als sinnvoll erachtet und in großem Ausmaß Wertpapiere kauft (<a href="Quantitative_Lockerung" title="Quantitative Lockerung">Quantitative Lockerung</a>).
</p><p>Die Menge des Bargelds als Teil der Geldbasis richtet sich nach dem Bargeldbedarf der Nichtbanken, also deren Abhebungen. Sie wird somit nicht von der Zentralbank beeinflusst. Je mehr <a href="Bargeldloser_Zahlungsverkehr" title="Bargeldloser Zahlungsverkehr">bargeldloser Zahlungsverkehr</a> genutzt wird, desto weniger Bargeld wird benötigt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bedeutung_der_Geldbasis">Bedeutung der Geldbasis</h3></div>
<p>Die Zentralbankgeldmenge ist in der Regel klein im Vergleich zur in öffentlichem Umlauf befindlichen <a href="Geldmenge" title="Geldmenge">Geldmenge</a> M3 und steht in keinem festen Verhältnis zu ihr (siehe nebenstehende Grafik, Geldmengen werden unter <i>Giralgeldschöpfung durch die Geschäftsbanken</i> weiter unten erklärt).<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch ist die Geldbasis bis auf das in Kundenbesitz befindliche Bargeld kein Teil der Geldmenge M3, da Zentralbankguthaben nur zwischen Banken als Zahlungsmittel dienen. Trotzdem haben Leitzinsänderungen erhebliche Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft. So setzen sie z. B. obere und untere Grenzen für die <a href="Geldmarkt" title="Geldmarkt">Geldmarktzinsen</a> (<a href="Euro_Interbank_Offered_Rate" title="Euro Interbank Offered Rate">EURIBOR</a> oder <a href="London_Interbank_Offered_Rate" title="London Interbank Offered Rate">LIBOR</a>), zu denen sich Geschäftsbanken untereinander Kredite einräumen, da ein Interbankenkredit durch die Übertragung von Zentralbankgeld <a href="Substitutionsgut" title="Substitutionsgut">substituiert</a> werden könnte (siehe dazu den Abschnitt <i>Betrachtung der Zinsen</i> weiter unten). Über die mittel- bis langfristigen Ausblicke der Zentralbanken und weitere <a href="Transmissionsmechanismus" title="Transmissionsmechanismus">Transmissionsmechanismen</a> wirken sich Leitzinsänderungen auch auf Spar- und Kreditzinsen längerer Laufzeit und andere Größen der <a href="Volkswirtschaft" title="Volkswirtschaft">Volkswirtschaft</a> wie Lohnniveau, <a href="Inflation" title="Inflation">Inflation</a> oder Wirtschaftswachstum aus.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Europäische Zentralbank orientiert ihre Geldpolitik primär an ihrem Inflationsziel,<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> andere Zentralbanken darüber hinaus auch an Wachstums- oder Beschäftigungszielen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Seigniorage_und_Münzgewinn"><span id="Seigniorage_und_M.C3.BCnzgewinn"></span>Seigniorage und Münzgewinn</h3></div>
<p>Eine Zentralbank erwirtschaftet in der Regel durch Zinsen oder Ausschüttungen von gehaltenen Wertpapieren Gewinn, der auch als <a href="Seigniorage" title="Seigniorage">Seigniorage</a> bezeichnet wird. Dieser Gewinn wird als Wertschwankungsreserve einbehalten oder fließt dem Staat zu. Den Unterschied zwischen Herstellungskosten und Nominalwert von Banknoten bezeichnet die Zentralbank nicht als Seigniorage, da sie Bargeld jederzeit zurücknehmen würde und auf der Passivseite ihrer Bilanz führt.
</p><p>Münzen werden, im Gegensatz zu Banknoten, vom Staat geprägt und an die Zentralbank zum Nennwert verkauft. Sie werden dann analog zu den Banknoten als Teil des Bargeldes in Umlauf gebracht. Dem Staat entsteht dabei ein Münzgewinn, also die Differenz zwischen Nominalwert und Herstellungskosten.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Giralgeldschöpfung_durch_die_Geschäftsbanken"><span id="Giralgeldsch.C3.B6pfung_durch_die_Gesch.C3.A4ftsbanken"></span>Giralgeldschöpfung durch die Geschäftsbanken</h2></div>
<p>Das Geld, das Bankkunden auf <a href="Girokonto" title="Girokonto">Girokonten</a> halten und täglich für <a href="%C3%9Cberweisung_(Zahlungsverkehr)" title="Überweisung (Zahlungsverkehr)">Überweisungen</a>, <a href="Lastschrift" title="Lastschrift">Lastschrift</a> oder <a href="Barauszahlung" title="Barauszahlung">Barauszahlungen</a> benutzen oder auf <a href="Spareinlage" title="Spareinlage">Sparkonten</a> aufbewahren, ist das sogenannte <a href="Buchgeld" title="Buchgeld">Buchgeld</a> oder Giralgeld. Das Bargeld gehört nicht zum Giralgeld.
</p><p>Stellen Geschäftsbanken einem Kunden einen <a href="Kredit" title="Kredit">Kredit</a> bereit, erzeugen sie in diesem Zuge Giralgeld auf dem Girokonto dieses Kunden. Dies entspricht in der nebenstehenden schematischen Darstellung einer <a href="Bankbilanzierung" title="Bankbilanzierung">Bankbilanz</a> der gleichzeitigen Vergrößerung der Kundenkredite (L) auf der <a href="Aktiva" title="Aktiva">Aktivseite</a> und der <a href="Bankguthaben" title="Bankguthaben">Kundeneinlagen</a> (D) auf der <a href="Passiva" title="Passiva">Passivseite</a>, also einer <a href="Bilanzverl%C3%A4ngerung" class="mw-redirect" title="Bilanzverlängerung">Bilanzverlängerung</a>. Kreditverträge mit Kunden stehen als Forderungen auf Rückzahlung auf der Aktivseite einer Bankbilanz. Das entstandene Buchgeld auf der Passivseite ist eine Forderung gegen die erzeugende Geschäftsbank. Wird es, z. B. bei der Tilgung eines Kredits, an die Bank zurücküberwiesen, hebt sich diese Forderung gegen die Bank selbst auf und das Geld wird somit vernichtet (Bilanzverkürzung).
</p><p>Kaufen Geschäftsbanken Vermögenswerte, wie Hochhäuser, Rechenzentren oder Wertpapiere, von ihren eigenen Kunden, bezahlen sie mit von ihnen erzeugtem Giralgeld, welches sie dem Verkäufer auf einem bestehenden Girokonto bereitstellen. Dies entspricht in der nebenstehenden Darstellung einer gleichzeitigen Vergrößerung der Positionen A und D, also ebenfalls einer Bilanzverlängerung.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Natürlich kann eine Geschäftsbank zur Bezahlung einen Verkäufer auch als neuen Kunden hinzufügen, indem sie ihm ein neues Konto mit dem zu bezahlenden Betrag einrichtet. In jedem Falle entsteht Giralgeld im Bankensystem auf dem Konto des Verkäufers, wenn eine Geschäftsbank von ihm einen Vermögenswert kauft, auch wenn er nicht Kunde der Bank ist. Verkauft eine Geschäftsbank Vermögenswerte aus ihrem Bestand, belastet der Kaufpreis das Guthaben des Käufers und das Buchgeld wird wieder vernichtet.
</p><p>Die Giralgeldschöpfung ist ein Buchungsakt. Insbesondere müssen Geschäftsbanken dieses neue Geld (D) nicht vorher als <a href="Eigenkapital" title="Eigenkapital">Eigenkapital</a> besessen haben, nicht als Kundeneinlagen in ihrer Bilanz gehalten haben und nicht von der Zentralbank oder anderen Geschäftsbanken leihen. Sie müssen allerdings in der Folge dieser Giralgeldschöpfung die Mindestreserveanforderungen der Zentralbank einhalten sowie die <a href="Mindesteigenkapitalanforderungen_f%C3%BCr_Kreditrisiken" title="Mindesteigenkapitalanforderungen für Kreditrisiken">Mindesteigenkapitalanforderungen für Kreditrisiken</a> erfüllen. Ferner ergeben sich für die Geschäftsbanken durch die Konkurrenz mit anderen Banken Zinskosten (<span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{D}}}">
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</p><p>Oft wird behauptet, Giralgeld werde ungedeckt aus dem Nichts geschöpft und sein Wert basiere lediglich auf Vertrauen. Dem hält die Juristin <a href="Katharina_Pistor" title="Katharina Pistor">Katharina Pistor</a> entgegen, dass hier gegenseitige Verschuldungen vertraglich festgelegt werden und damit rechtlich durchsetzbar sind.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Kreditverträge – mit darin genannten <a href="Kreditsicherungsrecht_(Deutschland)" title="Kreditsicherungsrecht (Deutschland)">Sicherheiten</a> – sowie Vermögenswerte auf den Aktivseiten der Banken decken die Geldentstehung auf deren Passivseiten. Die Beziehungen zwischen den Bilanzpositionen werden von den Behörden der Finanzaufsicht und den Zentralbanken festgelegt und überwacht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Geldmengen">Geldmengen</h3></div>
<p>Zu den <a href="Geldmenge" title="Geldmenge">Geldmengen</a> M1, M2 und M3 werden nur Verbindlichkeiten von Banken gegenüber Nichtbanken und das Bargeld bei Nichtbanken gerechnet. Verbindlichkeiten zwischen Banken, etwa Interbankensalden auf der Passivseite, zählen nicht dazu. Nichtbanken sind private Haushalte, Unternehmen, die keine Banken sind oder der Staat. Die verschiedenen Geldmengen messen also das Giralgeld (D) verschiedener Bindungsdauer plus das Bargeld im Umlauf. Mit höherer Bindungsdauer verschwindet immer mehr der Charakter der Einlage als flüssig verfügbares Zahlungsmittel, daher sind Geldmengen von ihrer Definition abhängig. Diese Definitionen unterscheiden sich zwischen den Währungsräumen. Die für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank ausschlaggebende Geldmenge M3 umfasst Bargeld, Einlagen und verwandte Finanzprodukte mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bezug_zum_Geldschöpfungsmultiplikator"><span id="Bezug_zum_Geldsch.C3.B6pfungsmultiplikator"></span>Bezug zum Geldschöpfungsmultiplikator</h3></div>
<p>In vielen veralteten Lehrbüchern wird erklärt, dass Kreditbanken als <a href="Finanzintermedi%C3%A4r" title="Finanzintermediär">Finanzintermediäre</a> Zentralbankgeld oder Kundeneinlagen weiterverleihen. Sie vermehren dabei die in dieser Theorie zunächst erzeugte und kontingentierte Geldbasis als Giralgeld mittels eines <a href="Geldsch%C3%B6pfungsmultiplikator" title="Geldschöpfungsmultiplikator">Geldschöpfungsmultiplikators</a> abhängig von der Mindestreserve und der Bargeldhaltung. Diese Vorstellung ist angesichts der tatsächlichen Geldpolitik der Zentralbanken, des zeitlichen Ablaufs der Mindestreserveerfüllung und der beobachteten Begrenzung der Geldschöpfung durch mangelnde Kreditnachfrage nicht haltbar. Sie wurde u. a. von der <a href="Bank_of_England" title="Bank of England">Bank of England</a> und der <a href="Deutsche_Bundesbank" title="Deutsche Bundesbank">Deutschen Bundesbank</a> an verschiedenen Stellen zurückgewiesen.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Insbesondere entstehen die Geldbasis für den Bargeldbedarf, die Mindestreserve und das Settlement zwischen den Banken erst in Folge der Giralgeldschöpfung. Auch wird die Geldbasis in der Regel nicht kontingentiert, sondern Geschäftsbanken können sich zum gegebenen Leitzins so viel beschaffen, wie für die beschriebenen Zwecke nötig ist (Zinssteuerung durch die Zentralbanken). Einige Zentralbanken fordern obendrein, wie im nächsten Abschnitt gezeigt, gar keine Mindestreserve.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mindestreserveanforderung">Mindestreserveanforderung</h3></div>
<p>In der nebenstehenden Bilanzdarstellung bedeutet die Mindestreserveanforderung, dass die Reserven bei der Zentralbank (R) mindestens einen von der jeweiligen Zentralbank definierten Prozentsatz der Kundeneinlagen (D) betragen müssen. Ist das nicht der Fall, kann die Bank einen kleinen Teil ihrer Vermögenswerte (meist Wertpapiere (A)) in den oben beschriebenen Offenmarktgeschäften bei der Zentralbank gegen weitere Reserven tauschen. Dies darf auch im Nachgang zu einer Kreditgewährung oder dem Kauf von Vermögenswerten innerhalb einer sog. Mindestreserveperiode geschehen. Somit beschränkt die Mindestreserveanforderung die Giralgeldschöpfung nicht, sie dient vielmehr dazu kurzfristige Engpässe bei der Beschaffung von Reserven zu vermeiden. Im Eurosystem beträgt der Mindestreservesatz derzeit 1 %.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Kauft also etwa eine Geschäftsbank ein Hochhaus mit 100 Stockwerken für von ihr selbst erzeugte 100 Millionen EUR, kann sie danach in einem <a href="Pensionsgesch%C3%A4ft" title="Pensionsgeschäft">Pensionsgeschäft</a> mit der Zentralbank 1 Stockwerk gegen 1 Million EUR Zentralbankgeld zeitlich begrenzt tauschen (<a href="R%C3%BCckkaufvereinbarung" title="Rückkaufvereinbarung">Rückkaufvereinbarung</a> zum Leitzins <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{P}}}">
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</mrow>
</msub>
<mo>=</mo>
<mn>0</mn>
<mi mathvariant="normal">%<!-- % --></mi>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle z_{\text{R}}=0\%}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/7e48f2420470d0b94dfc450f2ff45e3c8292c18b.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:8.72ex; height:2.676ex;" alt="{\displaystyle z_{\text{R}}=0\%}" loading="lazy"></span>).
</p><p>Für Kundeneinlagen mit einer Laufzeit oder Kündigungsfrist von mehr als zwei Jahren wird im Euroraum zurzeit keine Mindestreserve verlangt. Zentralbanken einiger Länder, wie Australien, Kanada, England oder Schweden, fordern keine Mindestreserve.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Eigenkapitalanforderung">Eigenkapitalanforderung</h3></div>
<p>Gemäß <a href="Verordnung_(EU)_Nr._575/2013_(Kapitalad%C3%A4quanzverordnung)" title="Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Kapitaladäquanzverordnung)">Kapitaladäquanzverordnung</a> (englische Abkürzung CRR) nach <a href="Basel_III" title="Basel III">Basel III</a> muss eine Bank für die Positionen auf der Aktivseite je nach Ausfallwahrscheinlichkeit bis zu 8 % Eigenkapital (Position K) reservieren. Das Eigenkapital errechnet sich als Differenz zwischen Aktivseite und Verbindlichkeiten auf der Passivseite. Die Ausfallwahrscheinlichkeit der Aktiva wird meistens von <a href="Ratingagentur" title="Ratingagentur">Ratingagenturen</a> bewertet. Diese Anforderung kann die Gelderzeugung gegen <a href="Risikoposition" title="Risikoposition">Risikopositionen</a> somit auf das 12,5-Fache des Eigenkapitals einschränken. Kauft die Bank jedoch sichere Staatspapiere, ist dafür kein Eigenkapital notwendig.
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle {\text{Eigenmittelunterlegung}}={\text{Risikoposition}}\cdot {\text{Risikogewicht}}\cdot 8\,\%}">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mtext>Eigenmittelunterlegung</mtext>
</mrow>
<mo>=</mo>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mtext>Risikoposition</mtext>
</mrow>
<mo>⋅<!-- ⋅ --></mo>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mtext>Risikogewicht</mtext>
</mrow>
<mo>⋅<!-- ⋅ --></mo>
<mn>8</mn>
<mspace width="thinmathspace"></mspace>
<mi mathvariant="normal">%<!-- % --></mi>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle {\text{Eigenmittelunterlegung}}={\text{Risikoposition}}\cdot {\text{Risikogewicht}}\cdot 8\,\%}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/60b5bd9f5690b94cb4c78a5533bce2f9a83cc308.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:62.148ex; height:2.676ex;" alt="{\displaystyle {\text{Eigenmittelunterlegung}}={\text{Risikoposition}}\cdot {\text{Risikogewicht}}\cdot 8\,\%}" loading="lazy"></span>.</dd></dl>
<p>Beispiel zu Eigenkapitalquoten auf Basis von 8 % nach <a href="Basel_III" title="Basel III">Basel III</a> je nach Risikohöhe (<a href="Rating_(Finanzwesen)" title="Rating (Finanzwesen)">Rating</a>) der <a href="Aktiva" title="Aktiva">Aktiva</a>:
</p>
<table class="wikitable">
<tbody><tr>
<th>Bonitätsstufe nach CRR</th>
<th>1</th>
<th>2</th>
<th>3</th>
<th>4</th>
<th>5</th>
<th>6</th>
<th>7
</th></tr>
<tr>
<td>Ratingcode <a href="Standard_%26_Poor%E2%80%99s" class="mw-redirect" title="Standard & Poor’s">Standard & Poor’s</a></td>
<td>AAA bis AA-</td>
<td>A+ bis A-</td>
<td>BBB+ bis BBB-</td>
<td>BB+ bis BB-</td>
<td>B+ bis B-</td>
<td>CCC+<br> und darunter</td>
<td>unbeurteilt
</td></tr>
<tr>
<td>Ratingcode <a href="Moody%E2%80%99s" title="Moody’s">Moody’s</a></td>
<td>Aaa bis Aa3</td>
<td>A1 bis A3</td>
<td>Baa1 bis Baa3</td>
<td>Ba1 bis Ba3</td>
<td>B1 bis B3</td>
<td>Caa1<br> und darunter</td>
<td>unbeurteilt
</td></tr>
<tr>
<td>Risikogewichtung der 8 %</td>
<td>0 %</td>
<td>20 %</td>
<td>50 %</td>
<td>100 %</td>
<td>100 %</td>
<td>150 %</td>
<td>100 %
</td></tr>
<tr>
<th>Eigenkapital erforderlich</th>
<th>0 %</th>
<th>1,6 %</th>
<th>4 %</th>
<th>8 %</th>
<th>8 %</th>
<th>12 %</th>
<th>8 %
</th></tr></tbody></table>
<p>Neues Eigenkapital kann eine Bank aufnehmen, indem sie z. B. neue <a href="Aktie" title="Aktie">Aktien</a> <a href="Emission_(Wirtschaft)" title="Emission (Wirtschaft)">emittiert</a>. Gekauft werden diese Aktien mit Buchgeld, das letztlich vom Bankensystem selbst erzeugt wurde, aber den Käufern gehört. So ist mittelfristig eine Ausweitung der Geldmenge bei genügend Vertrauen in die Bank seitens des Kapitalmarktes möglich. Jedes neue Eigenkapital kann wie beschrieben als Basis für ein Vielfaches an risikobehafteten Aktiva und damit auch neuem Buchgeld auf der Passivseite verwendet werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bargeldabhebung_und_Überweisung"><span id="Bargeldabhebung_und_.C3.9Cberweisung"></span>Bargeldabhebung und Überweisung</h3></div>
<p>Hebt ein Kunde einen Teil seiner Einlagen (D) von seinem Girokonto ab, vermindert sich für die Bank auf der Passivseite die Position D. Auf der Aktivseite tauscht sie Zentralbankreserven (R) bei der Zentralbank gegen Banknoten und Münzen ein und händigt sie dem Kunden z. B. an einem Geldautomaten aus. Dadurch vermindert sich auch R um den abgehobenen Betrag.
</p><p>Droht eine Geschäftsbank durch den beschriebenen Vorgang die geforderte Mindestreserve zu unterschreiten, muss sie neue Verbindlichkeiten gegenüber der Zentralbank (P) zum Leitzins <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{P}}}">
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<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
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<mi>z</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mtext>P</mtext>
</mrow>
</msub>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle z_{\text{P}}}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/6d2e369c62d364a6e0400163fc18035f0ff10181.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:2.433ex; height:2.009ex;" alt="{\displaystyle z_{\text{P}}}" loading="lazy"></span> eingehen, um im Gegenzug ihre Reserven (R) zu erhöhen. Die Geschäftsbanken zahlen so für das gesamte im Umlauf befindliche Bargeld den Leitzins an die Zentralbank. Die Zentralbank wiederum führt ihre Gewinne wie oben beschrieben regelmäßig an den Staat ab. Bargeld ist für den Nutzer weder mit positiven noch mit negativen Zinsen verbunden. Es ist allerdings der Inflation unterworfen.
</p><p>Überweist ein Kunde einen Teil seiner Einlagen zu einem Kunden einer anderen Bank, vermindert sich für die überweisende Bank ebenfalls die Position D (Depositen) auf der Passivseite. Die Bank des empfangenden Kunden wird diesem aber nur eine neue Verbindlichkeit (Deposit) auf ihrer Passivseite gewähren, sofern ihr die überweisende Bank <i>Reserven</i> (R) in gleicher Höhe auf ihr Konto bei der Zentralbank transferiert (siehe Bilder zum <i>Settlement</i> oben). Alternativ kann sie der überweisenden Bank einen Interbankenkredit einräumen. Für die überweisende Bank vermindert sich also auf der Aktivseite entweder die Position R oder der Interbankensaldo M. Für die Bank des empfangenden Kunden gilt das Gegenteil. Der Interbankensaldo kann selbstverständlich auch negativ werden und erscheint dann auf der Passivseite der Bankbilanz.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Betrachtung_der_Zinsen">Betrachtung der Zinsen</h3></div>
<p>Betrachtet man die Buchungen, wie oben geschehen, größtenteils ohne <a href="Zins" title="Zins">Zinsen</a>, <a href="Risikomanagement" title="Risikomanagement">Risiken</a> oder Vereinbarungen über <a href="Kreditlaufzeit" class="mw-redirect" title="Kreditlaufzeit">Laufzeit</a> und <a href="Kreditsicherung" class="mw-redirect" title="Kreditsicherung">Sicherheiten</a>, wird nicht ersichtlich, welche Anreize und Beschränkungen dahinter stehen. Geschäfte mit der Zentralbank, die zum Leitzins abgewickelt werden, haben in der Regel eine Laufzeit von einigen Tagen. Dieser Abschnitt beschreibt die Weitergabe dieser kurzfristigen Zinsen an den Geldmarkt sowie an Einlage- und Kreditzinsen. Zusätzliche Einflüsse auf längerfristige Finanzprodukte werden im nächsten Abschnitt angedeutet.
</p><p>Die von der Zentralbank gesetzten Leitzinsen sind in der vereinfachten Bankbilanz mit <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{P}}}">
<semantics>
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<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
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<mi>z</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
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</msub>
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</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle z_{\text{P}}}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/6d2e369c62d364a6e0400163fc18035f0ff10181.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:2.433ex; height:2.009ex;" alt="{\displaystyle z_{\text{P}}}" loading="lazy"></span> angegeben. Damit ist ein Zinssatz zwischen der <a href="Einlagefazilit%C3%A4t" title="Einlagefazilität">Einlagefazilität</a> und der <a href="Spitzenrefinanzierungsfazilit%C3%A4t" title="Spitzenrefinanzierungsfazilität">Spitzenrefinanzierungsfazilität</a> gemeint, also etwa der <a href="Hauptrefinanzierungssatz" class="mw-redirect" title="Hauptrefinanzierungssatz">Hauptrefinanzierungssatz</a>. Diese Zinssätze steuern, wie aus den nebenstehenden Graphen ersichtlich, durch direkte Substitutionsmöglichkeit effektiv die Interbankenzinsen auf dem Geldmarkt <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{M}}}">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
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<mi>z</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mtext>M</mtext>
</mrow>
</msub>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle z_{\text{M}}}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/f95df06ac9551512790177057a36076871b64f69.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:2.82ex; height:2.009ex;" alt="{\displaystyle z_{\text{M}}}" loading="lazy"></span> (<a href="Euro_Interbank_Offered_Rate" title="Euro Interbank Offered Rate">EURIBOR</a> oder <a href="London_Interbank_Offered_Rate" title="London Interbank Offered Rate">LIBOR</a>): Drohen die Interbankenzinsen den Hauptrefinanzierungssatz zu übersteigen, leihen sich Banken die Reserven lieber direkt von der Zentralbank. Erhalten Banken zu geringe Interbankenzinsen können sie alternativ die Einlagefazilität der Zentralbank nutzen. Es gilt daher annähernd
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{M}}=z_{\text{P}}}">
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<mi>z</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
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</msub>
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<mi>z</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
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</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/3a017ef2d21d42782a41c97c9ab24159f650640e.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:8.351ex; height:2.009ex;" alt="{\displaystyle z_{\text{M}}=z_{\text{P}}}" loading="lazy"></span>.</dd></dl>
<p>Nun ist es für jede Geschäftsbank profitabel Kunden anderer Banken mit einem Zinssatz <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{D}}}">
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<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
<msub>
<mi>z</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mtext>D</mtext>
</mrow>
</msub>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle z_{\text{D}}}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/87a59b5dc8323bf75de2fb9998393497d632a1d5.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:2.569ex; height:2.009ex;" alt="{\displaystyle z_{\text{D}}}" loading="lazy"></span> dazu zu bewegen ihre Einlagen (D) zu ihr zu überweisen. Dadurch entstehen der Bank natürlich Kosten (zusätzliches D mit Zinssatz <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{D}}}">
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<mi>z</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
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</msub>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle z_{\text{D}}}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/87a59b5dc8323bf75de2fb9998393497d632a1d5.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:2.569ex; height:2.009ex;" alt="{\displaystyle z_{\text{D}}}" loading="lazy"></span>) auf der Passivseite. Jedoch entsteht mit der Überweisung gleichzeitig eine Forderung gegen die Bank des überweisenden Kunden, also ein positiver Interbankensaldo (zusätzliches M mit Zinssatz <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{M}}}">
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</msub>
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<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle z_{\text{M}}}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/f95df06ac9551512790177057a36076871b64f69.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:2.82ex; height:2.009ex;" alt="{\displaystyle z_{\text{M}}}" loading="lazy"></span>) auf der Aktivseite. Offensichtlich lohnt sich dieses Geschäft für eine Bank solange <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{D}}}">
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</msub>
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</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle z_{\text{D}}}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/87a59b5dc8323bf75de2fb9998393497d632a1d5.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:2.569ex; height:2.009ex;" alt="{\displaystyle z_{\text{D}}}" loading="lazy"></span> kleiner bleibt als <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{M}}}">
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<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle z_{\text{M}}}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/f95df06ac9551512790177057a36076871b64f69.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:2.82ex; height:2.009ex;" alt="{\displaystyle z_{\text{M}}}" loading="lazy"></span> weniger der Kosten für die Verwaltung der entstandenen Konten. Es sollte sich also bei Banken, die im Wettbewerb miteinander stehen, ein Einlagenzins einstellen nahe<sup id="cite_ref-freixas_17-0" class="reference"><a href="#cite_note-freixas-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{D}}=z_{\text{M}}-Verwaltungskosten/Einlage}">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
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<mi>r</mi>
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<mi>l</mi>
<mi>t</mi>
<mi>u</mi>
<mi>n</mi>
<mi>g</mi>
<mi>s</mi>
<mi>k</mi>
<mi>o</mi>
<mi>s</mi>
<mi>t</mi>
<mi>e</mi>
<mi>n</mi>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mo>/</mo>
</mrow>
<mi>E</mi>
<mi>i</mi>
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<mi>l</mi>
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<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle z_{\text{D}}=z_{\text{M}}-Verwaltungskosten/Einlage}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/00e3a89e7aa21294bb874ee9bd55aae1511f9f12.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.838ex; width:40.61ex; height:2.843ex;" alt="{\displaystyle z_{\text{D}}=z_{\text{M}}-Verwaltungskosten/Einlage}" loading="lazy"></span>.</dd></dl>
<p>Somit werden in einem Umfeld konkurrierender Geschäftsbanken die Leitzinsen über die Interbankenzinsen bis zu den kurzfristigen Spar- und Einlagezinsen (z. B. <a href="Tagesgeldkonto" title="Tagesgeldkonto">Tagesgeld</a>) weitergegeben, obwohl Bankkunden keinen Zugang zu Zentralbankkonten haben. Diese Zinsweitergabe ist keineswegs offensichtlich. Oft wird vermutet, dass die Banken bei ihrer Geldschöpfung nur durch Zinsen auf die dafür notwendigen Reserven belastet werden. Dabei wird übersehen, dass auch die erklärten <a href="Arbitrage" title="Arbitrage">Arbitragegeschäfte</a> durch die Leitzinsen gesteuert werden. Die meisten Zinsen, auch für kurzfristige Verbindlichkeiten, zahlt das Bankensystem nicht an die Zentralbank, sondern an Einlagenkunden.
</p><p>In der vereinfachten Bankbilanz ist allerdings nur ein Zinssatz <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{D}}}">
<semantics>
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</msub>
</mstyle>
</mrow>
<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle z_{\text{D}}}</annotation>
</semantics>
</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/87a59b5dc8323bf75de2fb9998393497d632a1d5.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:2.569ex; height:2.009ex;" alt="{\displaystyle z_{\text{D}}}" loading="lazy"></span> für alle Kundeneinlagen genannt, obwohl dort sehr unterschiedliche Posten zusammengefasst sind. So bekommt man für Einlagen auf einem Girokonto, im Widerspruch zur Theorie der Zinsweitergabe, in der Regel keine Zinsen, für Tagesgeld jedoch wohl. Offensichtlich ist für eine Bank entscheidend, ob ein Kunde die <a href="Geldfunktion#Zahlungsmittel" title="Geldfunktion">Zahlungsmittelfunktion</a> des Geldes auf dem Girokonto nutzt oder ob er es als <a href="Geldfunktion#Wertaufbewahrung" title="Geldfunktion">Wertaufbewahrung</a> den besten Zinsangeboten <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{D}}}">
<semantics>
<mrow class="MJX-TeXAtom-ORD">
<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
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</msub>
</mstyle>
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</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/87a59b5dc8323bf75de2fb9998393497d632a1d5.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.671ex; width:2.569ex; height:2.009ex;" alt="{\displaystyle z_{\text{D}}}" loading="lazy"></span> auf Tagesgeldkonten zuführt. Es ist unwahrscheinlich, dass Bankkunden Arbeitgebern, Vermietern und Versicherungen regelmäßig neue Bankverbindungen zumuten, was mit hohen sog. <a href="Wechselkosten" title="Wechselkosten">Wechselkosten</a> verbunden ist, nur um höhere Zinsen zu erhalten. Dagegen können Tagesgeldanleger einfach durch Überweisung die Bank wechseln. Der Vorteil des <a href="Lock-in-Effekt" title="Lock-in-Effekt">Lock-in-Effekts</a> durch hohe Wechselkosten gibt Banken einen Anreiz den bargeldlosen Zahlungsverkehr voranzutreiben, denn würden ihre Kunden Bargeld als Zahlungsmittel nutzen, müssten die Geschäftsbanken den Leitzins für dessen Beschaffung zahlen.
</p><p>Bei erhöhten Einlagezinsen <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{D}}}">
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</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{L}}>z_{\text{D}}}">
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<p>Das zusätzliche Buchgeld (D), das die Zinszahlung auf Einlagen erforderlich macht, kann die Bank ebenso durch einen Buchungsakt erzeugen. Dadurch vermindert sich das verbleibende Eigenkapital (K). Durch Zinszahlungen von Kunden werden Kundeneinlagen (D) vernichtet und das Eigenkapital der Bank steigt. Zinskritiker bemängeln, dass das geschöpfte Buchgeld nicht für Tilgung und Zinsen ausreicht. Jedoch kann die Differenz der von Banken verlangten und von Banken gezahlten Zinsen (etwa <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{L}}-z_{\text{D}}}">
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</p><p>In den <a href="Wirtschaftswissenschaft" title="Wirtschaftswissenschaft">Wirtschaftswissenschaften</a> ist die eben erklärte sogenannte Zinsweitergabe (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a></span> <span lang="en-Latn" style="font-style:italic">interest rate pass-through</span>) als Teil der erwähnten Transmissionsmechanismen Gegenstand der Forschung. So funktioniert die Anpassung der Einlage- und Kreditzinsen an geänderte <a href="Leitzins" title="Leitzins">Leitzinsen</a> in einigen Ländern der Europäischen Währungsunion schneller und vollständiger als in anderen.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch scheinen die Theorie des <i>Klein-<a href="Mario_Monti" title="Mario Monti">Monti</a>-Modells</i> (1971) und dessen Erweiterungen auf ein <a href="Oligopol" title="Oligopol">Oligopol</a>-Umfeld das Zinssetzungsverhalten der Geschäftsbanken realistischer zu erklären, als die einfache Betrachtung im <a href="Vollkommener_Markt" title="Vollkommener Markt">perfekten Wettbewerb</a> oben.<sup id="cite_ref-freixas_17-1" class="reference"><a href="#cite_note-freixas-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Reserven der Geschäftsbanken haben im Detail verschiedene Zinssätze <span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle z_{\text{R}}}">
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</p><p>Im deutschen Sprachraum werden die mit der Kreditgewährung entstehenden Verbindlichkeiten auf der Passivseite der Bankbilanz oft als Teil der <a href="Refinanzierung" title="Refinanzierung">Refinanzierung</a> aus Fremdmitteln genannt. Im Falle von <a href="Sichteinlage" title="Sichteinlage">Sichteinlagen</a> auf Girokonten zahlen die Geschäftsbanken darauf aber wie gesagt meist keine Zinsen und erzeugen diese Einlagen für ihre Kunden selbst. Für die meisten Einlagen weisen die Banken den Kunden gegenüber auch keine Sicherheiten aus. Dieses Ungleichgewicht wird in der Theorie durch Regulierung der Banken ausgeglichen.
</p><p>Durch Interbankenkredite entstehen dem gesamten Bankensektor kaum Kosten, denn alle Interbankensalden addieren sich zu Null und die Zinskosten für Banken mit negativem Saldo sind die Gewinne derjenigen mit positivem Saldo.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Liquiditäts-_und_Zinsänderungsrisiken_für_Banken"><span id="Liquidit.C3.A4ts-_und_Zins.C3.A4nderungsrisiken_f.C3.BCr_Banken"></span>Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiken für Banken</h3></div>
<p>Erzeugt eine Geschäftsbank täglich verfügbares Giralgeld auf ihrer Passivseite im Gegenzug zu längerfristigen Kreditverträgen auf ihrer Aktivseite, betreibt sie sog. <a href="Fristentransformation" title="Fristentransformation">Fristentransformation</a>. Die Bank profitiert in der Regel davon, da langfristige Zinsen meist höher sind als kurzfristige (siehe <a href="Zinsstruktur" title="Zinsstruktur">Zinsstruktur</a>). Sie trägt aber damit einhergehend <a href="Liquidit%C3%A4tsrisiko" title="Liquiditätsrisiko">Liquiditäts-</a> und <a href="Zins%C3%A4nderungsrisiko" title="Zinsänderungsrisiko">Zinsänderungsrisiken</a>.
</p><p>Es müssten z. B. langfristig gebundene Posten auf der Aktivseite einer Bank, wie Immobilien oder Kreditverträge, schnell zu ungünstigen Preisen verkauft werden, wenn diese Bedingungen zusammentreffen:
</p>
<ul><li>Mehr Kunden als erwartet wollen Geld abheben oder zu anderen Banken überweisen.</li>
<li>Positionen auf der Aktivseite der Bank verlieren an Wert, wie beispielsweise <a href="Anleihe" title="Anleihe">Anleihen</a> bei Zinserhöhungen durch die Zentralbank.</li>
<li>Es besteht kein Vertrauen der anderen Banken zur Gewährung von Interbankenkrediten, auch von der Zentralbank kann mangels Sicherheiten kein Zentralbankgeld mehr beschafft werden (schlechte <a href="Bonit%C3%A4t" title="Bonität">Bonität</a>).</li></ul>
<p>Dabei ist keineswegs selbstverständlich, dass Kreditverträge mit Kunden überhaupt z. B. an andere Banken verkauft werden können. Ein Teil des Risikomanagements der Geschäftsbanken ist es somit <a href="Spareinlage" title="Spareinlage">Spar-</a> oder <a href="Termingeld" title="Termingeld">Termineinlagen</a> mit Fristen einzuwerben, die zu ihren Kreditverträgen und Vermögenswerten passen. Sie können so die Fristentransformation abmildern.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei der Zinsgestaltung für diese längerfristigen Finanzprodukte ist der Ausblick auf die zukünftige Geldpolitik der Zentralbank von Bedeutung. Die Kunden werden sich nur längerfristig festlegen, wenn der Zins mindestens die zu erwartende Zinsweitergabe auf Tagesgeld während der Laufzeit erreicht. Darüber hinaus haben Konzepte wie <a href="Zeitpr%C3%A4ferenz_(Volkswirtschaft)" title="Zeitpräferenz (Volkswirtschaft)">Zeitpräferenz</a>, <a href="Opportunit%C3%A4tskosten" title="Opportunitätskosten">Opportunitätskosten</a> oder <a href="Liquidit%C3%A4tspr%C3%A4mie" title="Liquiditätsprämie">Liquiditätspäferenz</a> der Kunden einen Einfluss.
</p><p>Das internationale Regelwerk Basel III nimmt gegenüber Basel II insbesondere die Liquiditätsrisiken von Banken in den Blick. So werden dort Mindeststandards für die neu definierte <a href="Liquidit%C3%A4tsdeckungsquote" title="Liquiditätsdeckungsquote">Liquiditätsdeckungsquote</a> (LCR) und <a href="Strukturelle_Liquidit%C3%A4tsquote" title="Strukturelle Liquiditätsquote">strukturelle Liquiditätsquote</a> (NSFR) gefordert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kreditausfall">Kreditausfall</h3></div>
<p>Wird ein Kredit von einem Bankkunden nicht bedient und fällt aus, so kann die Bank das vormals im Gegenzug erzeugte Buchgeld natürlich nicht einfach wieder vernichten, da es durch Bezahlvorgänge endgültig zu anderen Kunden transferiert wurde. Für die Bank schlägt sich daher der nach Verwertung der Sicherheiten verbleibende Verlust der Aktivseite in vermindertem Eigenkapital nieder. Dies ist das <a href="Kreditrisiko" title="Kreditrisiko">Kreditrisiko</a> für die Bank. Das frei kursierende Giralgeld, dem nun nach dem Ausfall kein Kreditvertrag mehr in einer Bankbilanz gegenübersteht, wird vom Bankensystem durch einen Zinsaufschlag auf die übrigen Kreditverträge über die Zeit wieder reduziert. Dadurch erhöht sich das Eigenkapital der Banken wieder. Dies ist neben dem Wirtschaftswachstum ein Grund dafür warum Kreditzinsen dauerhaft höher sind als Einlagenzinsen.
</p><p>Fallen einer Bank zu viele Kredite aus, erfüllt sie nicht mehr die Eigenkapitalvorschriften der Finanzaufsicht und kann somit zur <a href="Liquidation" title="Liquidation">Liquidation</a> gezwungen werden. Dabei kann es für Kunden zum Verlust ihrer Einlagen kommen, denn sie stellen Verbindlichkeiten der Bank dar, die in das Insolvenzverfahren einbezogen werden. In früheren Zeiten kam es in diesen Situationen dann zu sogenannten <a href="Schaltersturm" class="mw-redirect" title="Schaltersturm">Schalterstürmen</a> (englisch <i>bank run</i>), bei denen viele Einleger ihr Geld am Schalter in bar verlangten oder zu sicheren Instituten transferieren wollten. Heute gibt es in den meisten Ländern eine gesetzliche <a href="Einlagensicherung" title="Einlagensicherung">Einlagensicherung</a>. Diese sichert in allen EU-Mitgliedstaaten Einlagen bis zu einer Höhe von 100.000 € pro Person ab, indem sie Kreditinstitute dazu verpflichtet, an gemeinschaftlichen, umlagefinanzierten Entschädigungseinrichtungen teilzunehmen.
</p><p>Sind zu viele oder einige sehr wichtige, <a href="Systemrelevant" class="mw-redirect" title="Systemrelevant">systemrelevante</a> Banken eines Wirtschaftsraumes insolvent, kann es zu einem Zusammenbruch des Finanzsystems kommen: Zahlungsverkehr, Kredit und Geldanlage stehen dann nicht mehr wie erwartet zur Verfügung. Die massenhafte Insolvenz sprengt möglicherweise die Sicherungssysteme. Mangelnde Kreditversorgung und ausgefallene Einlagen führen zu Zahlungsschwierigkeiten, Insolvenzen und Arbeitslosigkeit in weiteren Wirtschaftsbereichen. Um die Wahrscheinlichkeit solcher Szenarien abzuschätzen, führen die Aufsichtsbehörden sogenannte <a href="Stresstest_(Finanzwirtschaft)" title="Stresstest (Finanzwirtschaft)">Stresstests</a> durch.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Begrenzung_der_Geldschöpfung"><span id="Begrenzung_der_Geldsch.C3.B6pfung"></span>Begrenzung der Geldschöpfung</h3></div>
<p>Die Menge des geschöpften Buchgeldes wird auf der einen Seite durch die Nachfrage der Kunden nach Krediten bei den gegebenen Zinsen begrenzt. Sie ist somit eine <a href="Endogen" title="Endogen">endogene</a> Größe des Wirtschaftssystems abhängig vom Zinsniveau.<sup id="cite_ref-freixas_17-2" class="reference"><a href="#cite_note-freixas-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Kredite mit von der Zentralbank beeinflussten Zinsen sind für Banken auf der anderen Seite eben prinzipiell kein knappes Gut, die Vergabe wird aber durch Profit- und Risikoabwägungen (<a href="Kreditrisiko" title="Kreditrisiko">Kreditrisiko</a>, <a href="Liquidit%C3%A4tsrisiko" title="Liquiditätsrisiko">Liquiditätsrisiko</a>, <a href="Zins%C3%A4nderungsrisiko" title="Zinsänderungsrisiko">Zinsänderungsrisiko</a>) der Geschäftsbanken ebenfalls begrenzt. Beim Ankauf von Vermögenswerten durch Banken bestehen Preisänderungs- und Ausfallrisiken, welche wiederum gegen mögliche Profite abgewogen werden müssen. Daneben gelten Regulierungen der <a href="Finanzmarktaufsicht" title="Finanzmarktaufsicht">Finanzmarktaufsicht</a>, insbesondere Verordnungen im Rahmen von <a href="Basel_III" title="Basel III">Basel III</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weitere_Einflüsse_auf_die_Geldmenge"><span id="Weitere_Einfl.C3.BCsse_auf_die_Geldmenge"></span>Weitere Einflüsse auf die Geldmenge</h3></div>
<p>Die weiteste <a href="Geldmenge" title="Geldmenge">Geldmengendefinition</a> der Europäischen Zentralbank, M3, erfasst nur Einlagen und verwandte Finanzprodukte mit einer Laufzeit von bis zu 2 Jahren. Laut dieser Definition entsteht nun Geld, wenn Bankverbindlichkeiten, die nicht zur Geldmenge gehören (z. B. längerfristige Termin- und Spareinlagen), in kurzfristige Bankverbindlichkeiten, die Teil der Geldmenge sind (z. B. Sichteinlagen), umgewandelt werden. Letztlich haben derartige Transaktionen ihren Ursprung in Geldschöpfungsprozessen aus der Vergangenheit, da längerfristige Bankverbindlichkeiten in der Regel aus Sichtguthaben entstanden sind.
</p><p>Überweisen Käufer aus einem anderen Währungsraum Geld, getauscht in Euro, auf Konten in Ländern der europäischen Währungsunion, so entstehen bei den empfangenden Geschäftsbanken Sichteinlagen, also Geld. Dies ist bei einem <a href="Handelsbilanz%C3%BCberschuss" title="Handelsbilanzüberschuss">Handelsbilanzüberschuss</a> der Fall.
</p><p>Kaufen Banken ihre eigenen Aktien von Nichtbanken zurück steigt die Geldmenge, da wiederum Einlagen entstehen. Die jeweils entgegengesetzten Operationen vernichten Geld in einem Währungsraum entsprechend.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_Rolle_des_Staates">Die Rolle des Staates</h2></div>
<p>Der Staat, in Deutschland vertreten durch die Zentralkasse in der Abteilung <i>Zahlungsverkehr und Rechnungswesen des Bundes</i> der <a href="Generalzolldirektion" title="Generalzolldirektion">Generalzolldirektion</a> unter Fachaufsicht des <a href="Bundesministerium_der_Finanzen" title="Bundesministerium der Finanzen">Bundesministeriums der Finanzen</a>, unterhält – wie die Geschäftsbanken – ein Zentralbankgeldkonto direkt bei der Zentralbank.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Steuerzahlungen, also Zahlungen von Bürgern oder Unternehmen an den Staat, müssen somit von den Banken der Steuerzahler in Zentralbankgeld beglichen werden.
</p><p>Bei der Erklärung der Geldbasis oben wurde erwähnt, dass das Zentralbankgeld eine Forderung gegen die Zentralbank darstellt. Es wurde jedoch nicht gesagt, was der Inhalt dieser Forderung ist. Seit dem weltweiten Ende des <a href="Goldstandard" title="Goldstandard">Goldstandards</a> in den 1970er Jahren kann dies keine Forderung auf eine bestimmte Menge Goldes mehr sein.
</p><p><a href="Georg_Friedrich_Knapp" title="Georg Friedrich Knapp">Georg Friedrich Knapp</a> stellte allerdings schon 1905 in seinem Werk <i>Die Staatliche Theorie des Geldes</i> fest, dass Geld ein Geschöpf der Rechtsordnung ist: Die Forderung des Staates, dass Steuern ausschließlich in der von ihm selbst festgesetzten Währung zu leisten sind, setzt eben diese Währung in einem Staat durch. Anders ausgedrückt ist Zentralbankgeld eine Forderung gegen die Zentralbank, Geldschulden aller Art und insbesondere Steuerschuld in diesem Staat begleichen zu können.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Der_Staat_als_Teilnehmer_am_Kapitalmarkt">Der Staat als Teilnehmer am Kapitalmarkt</h3></div>
<p>Seit Gründung der <a href="Europ%C3%A4ische_W%C3%A4hrungsunion" class="mw-redirect" title="Europäische Währungsunion">Europäischen Währungsunion</a> ist es den teilnehmenden Staaten nicht mehr gestattet, wie Geschäftsbanken Kredite direkt von der Zentralbank zu erhalten (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://dejure.org/gesetze/AEUV/123.html">Art. 123</a></span> <a href="Vertrag_%C3%BCber_die_Arbeitsweise_der_Europ%C3%A4ischen_Union" title="Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union">AEUV</a>). Falls Staaten sich über ihre Steuereinnahmen hinaus Geld beschaffen wollen, können sie <a href="Staatsanleihe" title="Staatsanleihe">Staatsanleihen</a> mit verschiedenen Laufzeiten auflegen. Diese werden zunächst von Geschäftsbanken mit Zentralbankgeld gekauft, welches sie zum Teil durch Vorlage der erworbenen Anleihen als Sicherheit von der Zentralbank zum Leitzins erhalten. Der Staat behält das Zentralbankgeld jedoch nicht, sondern es fließt mit seinen Ausgaben an Bankkunden beim <a href="Settlement_(Finanzwesen)" title="Settlement (Finanzwesen)">Settlement</a> zurück an das Bankensystem. Somit finanziert das Bankensystem die Staatsanleihen in Zeiten konventioneller Geldpolitik zum Teil, wie eben beschrieben, über Kredite bei der Zentralbank, zum größeren Teil aber über Kundeneinlagen. Die Staatsverschuldung erzeugt also zunächst Giralgeld (Kundeneinlagen) und nicht so sehr Zentralbankgeld.
</p><p>Die Anleihen gelangen durch Weiterverkauf der Banken teilweise in die Hände von privaten oder anderen Anlegern. Falls Nichtbanken die Anleihen erwerben, sinkt die Menge des Giralgeldes, da Kundeneinlagen zugunsten von Anleihen zurück an die Banken fließen. Kaufen allerdings Zentralbanken im Rahmen von Offenmarktgeschäften oder in großem Ausmaß in Programmen zur „quantitativen Lockerung“ Staatsanleihen von Geschäftsbanken, steigt die Zentralbankgeldmenge. Der Unterschied zur direkten Staatsfinanzierung ist dann gering; er besteht darin, dass Geschäftsbanken bei der Emission der Anleihen mitverdienen und mitbestimmen.
</p><p>Die Geschäftsbanken sollten ursprünglich in Zusammenarbeit mit den Ratingagenturen die Bonitätsprüfung der einzelnen Staaten durchführen. Die unterschiedliche <a href="Bonit%C3%A4t" title="Bonität">Bonität</a> würde dann in den Zinsen auf die Anleihen der verschiedenen Staaten zum Ausdruck kommen. Dieses System führte jedoch 2010 zur <a href="Eurokrise" title="Eurokrise">Eurokrise</a>. Zu ihrer Beendigung signalisierte die Europäische Zentralbank in einer Rede ihres Präsidenten <a href="Mario_Draghi" title="Mario Draghi">Mario Draghi</a> (<a href="Draghi-Effekt" title="Draghi-Effekt"><i>whatever it takes</i></a>), dass sie sehr hohe Zinsen auf Anleihen der Mitgliedsstaaten und damit verbundene Gefahren eines Staatsbankrotts oder eines Ausstiegs aus dem Euro nicht hinnehmen werde. Sie würde wenn nötig selbst Staatsanleihen der Mitgliedsstaaten in ausreichendem Maße am <a href="Sekund%C3%A4rmarkt" title="Sekundärmarkt">Sekundärmarkt</a> mit selbst erzeugtem Zentralbankgeld kaufen. In der Folge sanken die Zinsen für alle Staatsanleihen in der Währungsunion auf ein sehr niedriges Niveau.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Modern_Monetary_Theory">Modern Monetary Theory</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Modern_Monetary_Theory" title="Modern Monetary Theory">Modern Monetary Theory</a></i></div>
<p>Direkte Zentralbankkredite verbieten sich nicht alle Staaten der Erde. Die <a href="Modern_Monetary_Theory" title="Modern Monetary Theory">Modern Monetary Theory</a> (MMT), die in Amerika und Australien zurzeit die Ansichten etablierter Wirtschaftswissenschaftler zu Staatsfinanzen herausfordert, hält Verbote dieser Art für schädlich und die einzelnen Staaten in der Europäischen Währungsunion für finanzpolitisch nicht souverän.
</p><p>Die MMT konstatiert, dass Zentralbank und Finanzministerium gleichermaßen Institutionen des Staates sind und dass das direkte Erzeugen von Geld durch den Staat oft eine sinnvolle Möglichkeit der Währungssteuerung sein kann.
</p><p>Die Bonität eines Staates, der in seiner eigenen Währung verschuldet ist, stehe wegen der Geldschöpfungsmöglichkeit seiner Zentralbank außer Frage. Jedoch müssten bei der koordinierten Geld- und Finanzpolitik immer die Auswirkungen auf die Inflationsrate abgeschätzt werden. Die MMT sieht Staatsanleihen als ein Mittel der Geldpolitik gegen Inflation und nicht als Mittel der Finanzpolitik zur „Finanzierung“ des Staates. Staatsanleihen setzen laut MMT die Leitzinssetzung der Zentralbank durch, da sie überschüssige Reserven im Bankensystem stilllegen, die durch Ausgaben des Staates hinein gelangen. Die Ausgaben des Staates würden Zentralbank und Finanzministerium aber schlicht erzeugen, sie müssten nicht finanziert werden. Ähnlich erklärt sie den Zweck der Steuern, neben der Umverteilung und der Durchsetzung der Währung, als Maßnahme gegen Inflation.
</p><p>Steuern und Staatsanleihen auf der einen Seite und Staatsausgaben auf der anderen Seite regeln nach Ansicht der MMT zu einem großen Teil den Wert des Geldes. Jedoch hängt das Maß der nötigen Inflationsbekämpfung davon ab, wie inflationswirksam die verschiedenen Ausgaben des Staates genau sind. Die Frage ist laut MMT, ob die Investitionen inflationsneutral zusätzliche reale Ressourcen schaffen oder ob das zusätzliche Geld lediglich um vorhandene Ressourcen konkurriert, was zu Inflation führen würde. Steuern und Anleihen zusammen müssen dabei nicht gleich den Ausgaben sein, wie Politik und Teile der Wirtschaftswissenschaft bisher nahelegen.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die MMT nimmt für sich in Anspruch, den seit Jahren anhaltenden Zustand der faktisch massiven Staatsfinanzierung durch die Zentralbanken in Japan, den USA und Europa bei gleichzeitig sehr geringer Inflation und niedrigen Zinsen erklären zu können. Ihre Anhänger plädieren dafür, der drohenden <a href="Deflation" title="Deflation">Deflation</a> verstärkt mit <a href="Fiskalpolitik" title="Fiskalpolitik">Fiskalpolitik</a> statt mit Geldpolitik zu begegnen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kritik_an_der_Praxis_der_Geldschöpfung"><span id="Kritik_an_der_Praxis_der_Geldsch.C3.B6pfung"></span>Kritik an der Praxis der Geldschöpfung</h2></div>
<p>Alternativ zum aktuellen sind andere, teilweise historisch vorherrschende Systeme der Geldschöpfung denkbar, wie <a href="Goldstandard" title="Goldstandard">Goldstandards</a>, <a href="Umlaufgesichertes_Geld" title="Umlaufgesichertes Geld">umlaufgesichertes Geld</a>, <a href="Vollgeld-System" title="Vollgeld-System">Vollgeld</a> oder <a href="Free_Banking" title="Free Banking">Free Banking</a>. Auch die technischen Möglichkeiten von <a href="Kryptow%C3%A4hrung" title="Kryptowährung">Kryptowährungen</a> beleben die Diskussion zur Geldschöpfung.
</p><p>Bankensystem und Geldschöpfung sind in den meisten Volkswirtschaften der Welt heute ähnlich organisiert. Diese Praxis zieht teilweise fundamentale Kritik auf sich. Wichtige Einwände beziehen sich auf die Gerechtigkeit, die Stabilität, die Legitimation und die Effizienz des Systems. Dabei muss man die im Folgenden angeführten Umverteilungsprobleme zusammen mit dem Steuer- und Sozialsystem betrachten, das dazu einen Ausgleich schaffen kann.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gerechtigkeitsaspekte">Gerechtigkeitsaspekte</h3></div>
<p>Zinszahlungen von Kreditnehmern an Banken, von Banken an Sparer oder vom Staat an die Halter seiner Anleihen führen zu Umverteilung zu den Vermögenden. Dieser Punkt ist Teil der sog. <a href="Zinskritik" class="mw-redirect" title="Zinskritik">Zinskritik</a> und besonders relevant bei hohem Zinsniveau. Die genannten Zinsen sind zum Großteil nicht durch Angebot und Nachfrage oder ein Risiko begründet, sondern werden zur Regelung der <a href="Preisniveaustabilit%C3%A4t" title="Preisniveaustabilität">Preisniveaustabilität</a> von der Zentralbank beeinflusst. So bekommt man in wirtschaftlich prosperierenden Zeiten, in denen das Risiko eines Scheiterns der Bank gering ist, besonders hohe Einlagenzinsen; dagegen fast keine Zinsen, wenn eine Wirtschaftskrise besteht. Daneben gibt es für Privatanleger die Einlagensicherung. Das Geldangebot ist bei gegebenen Zinsen, wie beschrieben, wenig begrenzt, es stellt vielmehr eine <a href="Endogen" title="Endogen">endogene</a> Größe abhängig vom Zinsniveau dar.<sup id="cite_ref-freixas_17-3" class="reference"><a href="#cite_note-freixas-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Thomas_Mayer_(Volkswirt)" title="Thomas Mayer (Volkswirt)">Thomas Mayer</a> führt die <a href="Verm%C3%B6genspreisinflation" title="Vermögenspreisinflation">Vermögenspreisinflation</a> und die zunehmende Ungleichheit in der Gesellschaft auf exzessive Geldschöpfung durch Geschäftsbanken zurück. Seine moderne Version des <a href="Cantillon-Effekt" title="Cantillon-Effekt">Cantillon-Effekts</a> legt nahe, dass Banken und Vermögende mit ausreichend Sicherheiten als erste in den Genuss von neu geschöpftem Geld kommen. Mit dem neuen Geld kaufen sie oft in erster Linie Vermögenswerte, wie beispielsweise Immobilien. Der Anstieg der Nachfrage lässt jedoch mit der Zeit die Vermögenspreise steigen. Verlierer im Prozess der Geldschöpfung sind diejenigen, in deren Taschen das neu geschaffene Geld nicht gelangt, die aber dennoch die dadurch entstandenen höheren Preise, wie z. B. Mieten, zahlen müssen.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Geldpolitik der Zentralbank orientiert sich ausschließlich am <a href="Verbraucherpreisindex" class="mw-redirect" title="Verbraucherpreisindex">Verbraucherpreisindex</a> für Güter und Dienstleistungen, dessen <a href="Warenkorb" title="Warenkorb">Warenkorb</a> keine Vermögenswerte wie Gold, Immobilien oder Aktien erfasst. Dieser Effekt scheint besonders relevant bei geringem Zinsniveau.
</p><p>Die Giralgeldschöpfung durch Bilanzverlängerung der Geschäftsbanken kann ein fairer Vorgang sein, sofern nicht nur die entstandenen Positionen auf deren Aktiv- und Passivseiten gleich sind, sondern sich darüber hinaus auch die Zinsen, geforderten Sicherheiten und Laufzeiten für diese Positionen sinnvoll begründen lassen. Dies ist nicht für den Teil des Giralgeldes gegeben, der im Zahlungsverkehr kursiert. Hier werden wegen des beschriebenen, systematisch gehemmten Wettbewerbs um Zinsen auf Girokonten von den Banken meist keine Zinsen gezahlt. Die Verwaltung des Zahlungsverkehrs verursacht den Banken mit zunehmender Digitalisierung dagegen kaum noch Kosten. Diese Kritik wird oft als „Geld aus dem Nichts“ oder „<a href="Fiatgeld" title="Fiatgeld">Fiatgeld</a>“ formuliert, dessen Schöpfung kaum Folgen für die Geschäftsbanken hat.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Stabilität"><span id="Stabilit.C3.A4t"></span>Stabilität</h3></div>
<p><a href="Hyman_P._Minsky" title="Hyman P. Minsky">Hyman P. Minsky</a> entwickelte eine Theorie der <i>finanziellen Instabilität</i>. Sie besagt, dass private Verschuldung, Geldschöpfung und damit einhergehende Bewertungen von Vermögenswerten, Investoren immer wieder massenweise in Situationen zu hoher Verschuldung und Insolvenz führen, wie zuletzt in der <a href="Finanzkrise_ab_2007" class="mw-redirect" title="Finanzkrise ab 2007">Finanzkrise ab 2007</a>. Würde das Finanzsystem nicht ausreichend reguliert, sei es instabil und würde nicht einem Gleichgewicht zustreben.
</p><p>Ratingagenturen unterliegen ungünstigen Anreizstrukturen, da sie mittlerweile von den zu bewertenden Firmen bezahlt werden und nicht mehr von den potentiellen Investoren. Auch vertreten sie offiziell nur eine Meinung, ohne bei groben Fehleinschätzungen in Haftung genommen werden zu können. Ferner bilden sie ein <a href="Oligopol" title="Oligopol">Oligopol</a>.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Legitimation">Legitimation</h3></div>
<p>Jedes Unternehmen oder jede Privatperson kann durch Kreditaufnahme bei einer Geschäftsbank seine Bilanz verlängern und sich in diesem Zuge Geld von der Bank erzeugen lassen. Nur benötigt es oder sie dazu eben die Zustimmung der Bank. Oft wird kritisiert, dass Geschäftsbanken mit der Geldschöpfung über Gebühr und undemokratisch die Macht gegeben wird zu entscheiden, worin in einem Wirtschaftsraum investiert wird. Begünstigt durch Anreize über das Vergütungssystem des Managements sind das häufig kurzfristige, renditeträchtige Projekte, nicht aber langfristige, dem Gemeinwohl zukommende. Zentralbanken und Aufsichtsbehörden könnten neben Liquidität und Ausfallsicherheit noch andere am Gemeinwohl orientierte Kategorien, wie soziale oder Umweltfolgen, in ihre Bewertungen der Aktivseiten der Banken einfließen lassen. So fordert <a href="Greenpeace" title="Greenpeace">Greenpeace</a> eine <i>grüne Geldpolitik</i>.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Ökonom <a href="Mathias_Binswanger" title="Mathias Binswanger">Mathias Binswanger</a> befürwortet variable, bei Bedarf hohe Eigenkapitalvorschriften für ausgewählte Positionen in den Bankbilanzen, um einen übermäßigen Anstieg von Vermögenspreisen oder unerwünschte Umweltfolgen zu verhindern.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Geldpolitik ist immer auch Politik und Einflussnahme, die Grenze zur Wirtschaftspolitik ist fließend. Die Zentralbank ist keine mechanische Institution der Geldwertstabilität, sondern es gibt verschiedene Ansätze. Dafür ist sie demokratisch schlecht legitimiert. Quantitative Lockerung muss nicht immer zunächst das Bankensystem begünstigen, direkte Zahlungen an Bürger oder Unternehmen sind ebenfalls denkbar (<a href="Helikoptergeld" title="Helikoptergeld">Helikoptergeld</a>). Vertreter der <a href="Modern_Monetary_Theory" title="Modern Monetary Theory">Modern Monetary Theory</a> fordern eine deutlich engere Verzahnung von Geld- und Fiskalpolitik.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Effizienz">Effizienz</h3></div>
<p>Kritisiert wird das Verbot der direkten Staatsfinanzierung durch die Notenbank als weiteres Mittel der Geldpolitik. Geschäftsbanken verdienen sicherlich etwas an dieser Selbstbeschränkung der Staaten. Dies führt aber vielmehr zu einer Zerreißprobe in der EU, denn entgegen den EU-Verträgen ist es zurzeit die bevorzugte Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und wird daher über Umwege (Sekundärmarkt) auch durchgeführt. Die <i>Modern Monetary Theory</i> und die Initiative <i>Positive Money</i> treten für eine Legalisierung und Ausweitung dieser Praxis ein, <i>Positive Money</i> zusätzlich für ein Zurückdrängen der Geldschöpfung durch Privatbanken.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die zunehmende Verdrängung des Bargeldverkehrs durch Giralgeld und darauf aufbauende Zahlungssysteme wie <a href="PayPal" title="PayPal">PayPal</a>, <a href="Kreditkarte" title="Kreditkarte">Kredit-</a> oder <a href="Debitkarte" title="Debitkarte">Debitkarten</a> stellt eine fortschreitende Privatisierung des Zahlungsverkehrs dar. Die Notenbanken könnten mit <a href="Digitales_Zentralbankgeld" title="Digitales Zentralbankgeld">digitalem Zentralbankgeld</a> wieder mehr vom Zahlungsverkehr selbst organisieren sowie diesen schneller und billiger machen. Internationale Überweisungen dauern Tage und verursachen hohe Kosten. Im Inland dauern Überweisungen oft einen Tag und für Geld im Zahlungsverkehr werden keine Zinsen bezahlt. Bei der Benutzung von Debitkarten oder anderen Zahlungssystemen müssen vom Händler Gebühren anteilig am Umsatz bezahlt werden. Ersetzt digitales Zentralbankgeld im Zahlungsverkehr kursierendes Giralgeld, käme der Allgemeinheit eine höhere Ausschüttung von Zentralbankgewinnen zulasten von Bankgewinnen zugute. Zahlungen von einem Zentralbankgeldkonto zum anderen könnten sofort, binnen Sekunden, durchgeführt werden. Das Verlustrisiko von Giralgeld bei Insolvenz der Bank besteht für Zentralbankgeld nicht. Einige Vollgeld-Initiativen (z. B. Monetative e. V.) befürworten dies und verstehen digitales Zentralbankgeld für Endkunden als zusätzlichen Vollgeldanteil am Geldsystem neben dem Bargeld.<sup id="cite_ref-vollgeld_30-0" class="reference"><a href="#cite_note-vollgeld-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Geschichte_des_Geldes" title="Geschichte des Geldes">Geschichte des Geldes</a></i></div>
<p>Die Geldschöpfung war immer wesentliches Element einer <a href="Geldpolitik" title="Geldpolitik">Geld-</a> und <a href="W%C3%A4hrungspolitik" title="Währungspolitik">Währungspolitik</a>. In der Geschichte des Geldes war die bestehende Geldordnung immer unterschiedlich. Erst wurde mit <a href="Primitivgeld" title="Primitivgeld">Primitivgeld</a> bezahlt, später mit <a href="M%C3%BCnze" title="Münze">Münzgeld</a>. Zusätzliches Geld wurde deshalb nur in Relation zu zusätzlichem Abbau entsprechender <a href="Edelmetall" class="mw-redirect" title="Edelmetall">Edelmetalle</a> wie <a href="Gold" title="Gold">Gold</a> und <a href="Silber" title="Silber">Silber</a> emittiert.
</p><p>Mit Aufkommen des <a href="M%C3%BCnzregal" title="Münzregal">Münzregals</a> war die Geldschöpfung lediglich dem Staat vorbehalten. Auf <a href="Falschgeld" title="Falschgeld">Falschgeld</a> oder eigenständige Prägung stand eine hohe Strafe. In bestimmten Zeiten wurden mittels <a href="M%C3%BCnzentwertung" title="Münzentwertung">Münzentwertung</a> viele Münzen geprägt. Die <a href="Emission_(Wirtschaft)" title="Emission (Wirtschaft)">Emission</a> von <a href="Banknote" title="Banknote">Banknoten</a> veränderte an diesen Sachverhalten nichts. Fortan war es allerdings teilweise möglich, dass <a href="Zettelbank" title="Zettelbank">Zettelbanken</a> auch über die persönlichen <a href="Spareinlage" title="Spareinlage">Einlagen</a> <a href="Zettel" title="Zettel">Zettel</a> oder Banknoten hinausgaben. Manche Institute sicherten sich über <a href="Gilde_(Berufsverband)" title="Gilde (Berufsverband)">Gilden</a> ab.
</p><p>Außerdem entstanden <a href="Sparkasse" title="Sparkasse">Sparkassen</a> und <a href="Genossenschaftsbank" title="Genossenschaftsbank">Genossenschaftsbanken</a>, die fortan <a href="Kredit" title="Kredit">Kredite</a> vergaben. Das <a href="Banknotenmonopol" class="mw-redirect" title="Banknotenmonopol">Banknotenmonopol</a> fiel außerdem nach und nach in die Hände des Staates, sodass die Anzahl der Währungen abnahm. In der <a href="Geschichte_des_Geldes" title="Geschichte des Geldes">Geschichte des Geldes</a> lösten sich Phasen intrinsischen Geldes (materiell unterpfändetes wie <a href="Goldstandard" title="Goldstandard">Gold-</a> oder Golddevisenstandard) mit „<a href="Fiatgeld" title="Fiatgeld">Fiatgeld</a>-Systemen“<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (auch aufgrund von Kriegsfinanzierungen) zahlreich ab.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rezeption">Rezeption</h2></div>
<p>In einem Interview der <i><a href="Frankfurter_Allgemeine_Zeitung" title="Frankfurter Allgemeine Zeitung">FAZ</a></i> aus dem Jahr 2009 interpretieren <a href="Josef_Ackermann" title="Josef Ackermann">Josef Ackermann</a> und dessen Doktorvater <a href="Hans_Christoph_Binswanger" title="Hans Christoph Binswanger">Hans Christoph Binswanger</a> <a href="Johann_Wolfgang_von_Goethe" title="Johann Wolfgang von Goethe">Johann Wolfgang von Goethes</a> <i><a href="Faust._Der_Trag%C3%B6die_zweiter_Teil" title="Faust. Der Tragödie zweiter Teil">Faust. Der Tragödie zweiter Teil</a></i>. Dabei beleuchten sie die Magie, die in der Geldschöpfung stecke, und die Ambivalenz des auf den Vorschlag Mephistopheles’ erschaffenen Geldes in seiner Wirkung durch die Wette auf die Zeit mit dem Risiko, <a href="Inflation" title="Inflation">Inflation</a> auszulösen und Gewalt, Gier und Geiz, die „Gesellen Raufebold, Habebald und Haltefest“, anzulocken. Auch mit dem Wandel von <a href="Lehen" class="mw-redirect" title="Lehen">Lehen</a>, die man pfleglich behandeln muss, zum <a href="Eigentum" title="Eigentum">Eigentum</a>, das man „gebrauchen, aber auch verbrauchen, ausplündern, zerstören“ kann, und den damit ausgelösten Allmachtsträumen des Menschen (in der Person des Fausts) befasse sich Goethe, der in dem Werk seine ökonomischen Erfahrungen aus zehn Jahren als Finanz- und Wirtschaftsminister am Weimarer Hof und seine umfangreichen Studien der Ökonomie verarbeite. Ackermann warnt allerdings auch, eine Rückkehr zum Goldstandard bedeute eine sehr starke Verringerung der Geldmenge und hätte gravierende Nachteile. Auch weist er darauf hin: „Aber man muss sich dabei auch bewusst sein, dass mit weniger Geldschöpfung und weniger Wachstum wahrscheinlich auch der allgemeine Wohlstand geringer sein wird.“<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Innerhalb der <a href="Volkswirtschaftslehre" title="Volkswirtschaftslehre">Volkswirtschaftslehre</a> setzt sich die <a href="Geldtheorie" title="Geldtheorie">Geldtheorie</a> mit der Theorie des Geldes und der Teil der <a href="Kredittheorie" title="Kredittheorie">Kredittheorie</a> mit seiner Schöpfung auseinander. Es gibt dabei unterschiedliche <a href="Monet%C3%A4res_System" class="mw-redirect" title="Monetäres System">Monetäre Systeme</a>. Innerhalb von Ordnungen mit einem <a href="M%C3%BCnzregal" title="Münzregal">Münzregal</a> oder <a href="Banknotenmonopol" class="mw-redirect" title="Banknotenmonopol">Banknotenmonopol</a> wird das Basisgeld automatisch durch <a href="Monopol" title="Monopol">Monopolvergabe</a> innerhalb eines <a href="Staat" title="Staat">Staats</a> per <a href="Gesetz" title="Gesetz">Gesetz</a> einer Institution zugeteilt, im Regelfall der Zentralbank. Dem steht das <a href="Free_Banking" title="Free Banking">Free Banking</a> gegenüber, welches keinerlei Privilegien oder Restriktionen für Banken fordert. Des Weiteren unterscheidet man zwischen <a href="Mindestreserve-System" title="Mindestreserve-System">Mindestreserve-Systemen</a> und <a href="Vollreserve-System" title="Vollreserve-System">Vollreserve-Systemen</a>. Um <a href="Geldwertstabilit%C3%A4t" class="mw-redirect" title="Geldwertstabilität">Geldwertstabilität</a> oder eine gezielte schwache Inflation von z. B. 2 %<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zu gewährleisten, ist eine <a href="Geldpolitik" title="Geldpolitik">Geldpolitik</a> vonnöten.<sup id="cite_ref-Paradigmenwechsel_S141_34-0" class="reference"><a href="#cite_note-Paradigmenwechsel_S141-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Erkenntnisse von <a href="Knut_Wicksell" title="Knut Wicksell">Knut Wicksell</a> (Wicksellscher Prozess) haben auch heute noch wesentlichen Einfluss auf geldpolitische Entscheidungen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Bank_f%C3%BCr_Internationalen_Zahlungsausgleich" title="Bank für Internationalen Zahlungsausgleich">Bank für Internationalen Zahlungsausgleich</a></li>
<li><a href="Digitales_Zentralbankgeld" title="Digitales Zentralbankgeld">Digitales Zentralbankgeld</a></li>
<li><a href="Free_Banking" title="Free Banking">Free Banking</a></li>
<li><a href="Komplement%C3%A4rw%C3%A4hrung" title="Komplementärwährung">Komplementärwährung</a></li>
<li><a href="Kryptow%C3%A4hrung" title="Kryptowährung">Kryptowährung</a></li>
<li><a href="Marktzinsmethode" title="Marktzinsmethode">Marktzinsmethode</a></li>
<li><a href="Regionalw%C3%A4hrung" title="Regionalwährung">Regionalwährung</a></li>
<li><a href="Umlaufgesichertes_Geld" title="Umlaufgesichertes Geld">Umlaufgesichertes Geld</a></li>
<li><a href="Vollgeld-System" title="Vollgeld-System">Vollgeld-System</a></li>
<li><a href="Vollreserve-System" title="Vollreserve-System">Vollreserve-System</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Hans Christoph Binswanger: <i>Die Wachstumsspirale – Geld, Energie und Imagination in der Dynamik des Marktprozesses.</i> Metropolis Verlag, Marburg 2006, ISBN 3-89518-554-X</li>
<li>Mathias Binswanger: <i>Geld aus dem Nichts.</i> Wiley, Weinheim 2015, ISBN 978-3-527-50817-4.</li>
<li>Jesús Huerta de Soto: <i>Geld, Bankkredit und Konjunkturzyklen.</i> Hayek Institute, Madrid 2009.</li>
<li>Joseph Huber: <i>Monetäre Modernisierung. Zur Zukunft der Geldordnung.</i> Metropolis Verlag, Marburg 2010.</li>
<li>Niklot Klüßendorf: <i>„Der Kupferwechsel“ des Alchimisten Johann Steitz für die Herrschaft Schmalkalden. Ein frühneuzeitliches Projekt zur Geldschöpfung.</i> In: <i>Bankhistorisches Archiv.</i> 1/1989, Zeitschrift für Bankengeschichte, Frankfurt am Main.</li>
<li>Dieter Lindenlaub: <i>Auf der Suche nach einem Instrumentarium zur Kontrolle der Geldschöpfung. Notenbank und Banken in Deutschland im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.</i> In: <i>Bankhistorisches Archiv.</i> 2/2000, Zeitschrift für Bankengeschichte, Frankfurt am Main.</li>
<li><a href="Ann_Pettifor" title="Ann Pettifor">Ann Pettifor</a>: <i><a href="Die_Produktion_des_Geldes%3A_Ein_Pl%C3%A4doyer_wider_die_Macht_der_Banken" class="mw-redirect" title="Die Produktion des Geldes: Ein Plädoyer wider die Macht der Banken">Die Produktion des Geldes: Ein Plädoyer wider die Macht der Banken</a>.</i> Hamburger Edition, Hamburg, 2018, ISBN 3-86854-318-X</li>
<li>Michael Rowbotham: <i>Goodbye America. Globalization, Debt and the Dollar Empire.</i> Carpenter Publishing, Charlbury/Oxfordshire, 2000, ISBN 1-897766-56-4.</li>
<li>Martin Scheytt: <i>Theoretische Grundlagen der bankgeschäftlichen Kreditgewährung.</i> Dissertation. Duncker & Humblot, 1962.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ecb.int/pub/pdf/other/gendoc2006de.pdf">Informationsbroschüre „Durchführung der Geldpolitik im Euro-Währungsgebiet“</a>, Europäische Zentralbank, 2006 (PDF, 1 MB)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ecb.europa.eu/pub/pdf/other/monetarypolicy2011de.pdf">Informationsbroschüre „Die Geldpolitik der EZB“</a>, Europäische Zentralbank, 2011 (PDF, 2 MB)</li>
<li>Historisch interessante, <b>veraltete, falsche Darstellung</b> der Geldschöpfung, Veröffentlichung der <a href="Deutsche_Bundesbank" title="Deutsche Bundesbank">Deutschen Bundesbank</a>, 2007, S. 48ff.: <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20070929090628/http://www.bundesbank.de/download/bildung/geld_sec2/geld2_gesamt.pdf">Geld und Geldpolitik</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 29. September 2007 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) (PDF, 3,6 MB)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bundesbank.de/de/service/schule-und-bildung">Deutsche Bundesbank,</a> Bildungsangebote</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://was-ist-geld.de">was-ist-geld.de</a>, ausführliche Erklärung der Geldschöpfung, Universität Hamburg</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bundesbank.de/dynamic/action/de/statistiken/zeitreihen-datenbanken/zeitreihen-datenbank/723452/723452?tsTab=1&tsId=BBK01.AU1724&id=0&startDate=2000&endDate=&startVintage=&endVintage=">Entwicklung der Geldbasis im Euroraum</a></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://data.ecb.europa.eu/data/datasets/BSI/BSI.M.U2.Y.V.M30.X.1.U2.2300.Z01.E">Entwicklung der Geldmenge M3 im Euroraum</a></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bundesbank.de/dynamic/action/de/startseite/glossar/723820/glossar?firstLetter=Z&contentId=648748#panel-648748">Deutsche Bundesbank, Glossar</a>, Zentralbankgeld</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.geld-und-geldpolitik.de/die-geldpolitik-des-eurosystems-kapitel-6.html">Deutsche Bundesbank, Schülerbuch Geld und Geldpolitik</a>, Kapitel 6, Offenmarktgeschäfte</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bundesbank.de/resource/blob/665284/d226f46518f875047c6f83c65ad707fe/mL/2017-04-monatsbericht-data.pdf">Deutsche Bundesbank, Monatsbericht April 2017</a>, Die Rolle von Banken, Nichtbanken und Zentralbank im Geldschöpfungsprozess, Seite 17</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bundesbank.de/resource/blob/665284/d226f46518f875047c6f83c65ad707fe/mL/2017-04-monatsbericht-data.pdf">Deutsche Bundesbank, Monatsbericht April 2017</a>, Die Rolle von Banken, Nichtbanken und Zentralbank im Geldschöpfungsprozess, Seite 26</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bundesbank.de/resource/blob/665284/d226f46518f875047c6f83c65ad707fe/mL/2017-04-monatsbericht-data.pdf">Deutsche Bundesbank, Monatsbericht April 2017</a>, Die Rolle von Banken, Nichtbanken und Zentralbank im Geldschöpfungsprozess, Seite 16</span>
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<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20200513203120/https://www.zrb.bund.de/DE/ZFB/Zentralkasse/Zentralkasse_node.html">Archivierte Kopie</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=https%3A%2F%2Fwww.zrb.bund.de%2FDE%2FZFB%2FZentralkasse%2FZentralkasse_node.html">Originals</a></span> vom 13. Mai 2020 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span> <b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/https://www.zrb.bund.de/DE/ZFB/Zentralkasse/Zentralkasse_node.html">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.zrb.bund.de/DE/ZFB/Zentralkasse/Zentralkasse_node.html">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.zrb.bund.de</span></span>
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<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Dirk Ehnts: <i>Geld und Kredit: eine €-päische Perspektive.</i> <a href="Metropolis_(Verlag)" title="Metropolis (Verlag)">Metropolis-Verlag</a>, 2020, 4. überarbeitete und aktualisierte Auflage, ISBN 978-3-7316-1433-3</span>
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<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">Thomas Mayer: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mayers-weltwirtschaft/mayers-weltwirtschaft-die-wahre-ursache-der-ungleichheit-13177381.html"><i>Die wahre Ursache der Ungleichheit.</i></a> In: faz.net, 27. September 2014.</span>
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<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Aaron Sahr, <i>Das Versprechen des Geldes, Eine Praxistheorie des Kredits</i>, Seite 266 ff., Hamburger Edition, 2017</span>
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<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.greenpeace.de/themen/umwelt-gesellschaft/wirtschaft/plaedoyer-fuer-gruene-geldpolitik">greenpeace.de</a>, Plädoyer für grüne Geldpolitik</span>
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<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Mathias Binswanger, <i>Geld aus dem Nichts. Wie Banken Wachstum ermöglichen und Krisen verursachen.</i> Wiley-VCH, Weinheim 2015, ISBN 978-3-527-50817-4.</span>
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<li id="cite_note-vollgeld-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-vollgeld_30-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://vollgeld.page/digitales-zentralbankgeld">vollgeld.page</a>, Digitales Zentralbankgeld, Erhaltung oder Überwindung des Giralgeldregimes? Designprinzipien die den Unterschied machen</span>
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<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text">Paul Terres: <i>Die Logik einer wettbewerblichen Geldordnung.</i> Tübingen 1999.(<a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.at/books?id=9LbGBnVrl0IC&pg=PA42&dq=%22Kreditgeld+oder+debt+money%22+%22Gold+oder+ein+anderes+Medium%22&hl=de&sa=X&ei=H0ECUtiPBOmR4ATSxYGoDQ#v=onepage&q=%22Kreditgeld%20oder%20debt%20money%22%20%22Gold%20oder%20ein%20anderes%20Medium%22&f=false">online</a>) S. 42.</span>
</li>
<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text">Josef Ackermann und Hans Christoph Binswanger: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/josef-ackermann-und-hans-christoph-binswanger-es-fehlt-das-geld-nun-gut-so-schaff-es-denn-1811056.html?printPagedArticle=true"><i>Es fehlt das Geld. Nun gut, so schaff es denn!</i></a> In: <i><a href="Frankfurter_Allgemeine_Zeitung" title="Frankfurter Allgemeine Zeitung">FAZ</a></i> Online vom 30. Juni 2009.</span>
</li>
<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text">Siehe z. B. das "Ziel einer Inflationsrate von knapp zwei Prozent" bei der <a href="EZB" class="mw-redirect" title="EZB">EZB</a>, Stand 2015, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.n-tv.de/wirtschaft/EZB-aendert-Plaene-fuer-Anleihen-Kaeufe-nicht-article15225271.html">n-tv</a></span>
</li>
<li id="cite_note-Paradigmenwechsel_S141-34"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Paradigmenwechsel_S141_34-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Geschichte des ökonomischen Denkens: Paradigmenwechsel in der Volkswirtschaftslehre.</i> ISBN 978-3-486-58522-3, S. 141.</span>
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Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4130376-3">4130376-3</a></span> </div>
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